SpaceX-Prospekt: Die größte Einnahmequelle ist der Rechenzentrumsvertrag mit Anthropic – monatlich 1,25 Milliarden US-Dollar

Am 21. Mai reichte SpaceX beim SEC ein Prospekt ein, in dem erstmals umfassende Finanzdaten veröffentlicht wurden. Demnach stellt nach der Fusion mit xAI sowie X/Twitter das im Mai dieses Jahres mit Anthropic geschlossene dreijährige Abkommen über den Einsatz des Rechenzentrums die derzeit größte Einnahmequelle dar: Dafür wird das Colossus 1-Gelände für 1,25 Milliarden US-Dollar pro Monat – was einer jährlichen Summe von rund 15 Milliarden US-Dollar entspricht – an Anthropic vermietet. Interessanterweise handelt es sich dabei nicht um einen festen Vertrag; beide Parteien können ihn nach einer Vorankündigung von 90 Tagen kündigen. Im Jahr 2025 erzielte SpaceX insgesamt Einnahmen von 18,7 Milliarden US-Dollar, verzeichnete jedoch ein operatives Defizit von 2,6 Milliarden und ein Nettoverlust von 4,9 Milliarden US-Dollar. Während der Satelliten-Internetdienst Starlink 11,4 Milliarden Umsatz und 4,4 Milliarden Gewinn einbrachte, stand das Raumfahrtgeschäft bei 4,1 Milliarden Umsatz und einem Verlust von 657 Millionen US-Dollar. Die Geschäftsbereiche KI und Social Media generierten insgesamt 3,2 Milliarden Einnahmen, wobei sie mit einem operativen Verlust von 6,4 Milliarden zu kämpfen hatten.

Hinsichtlich der Anteilseignerstruktur hält Musk 12,3 Prozent der Aktien der Klasse A sowie 93,6 Prozent der Aktien der Klasse B. Da die Stimmrechte der Klasse B zehnmal höher sind als die der Klasse A, kontrolliert Musk insgesamt 85,1 Prozent aller Stimmrechte. Bei einem Verkauf seiner Klasse-B-Aktien werden diese automatisch in Aktien der Klasse A umgewandelt, die weniger Stimmrechte verleihen. Im gesamten Prospekt wird mehrfach auf KI eingegangen – ein klares Zeichen dafür, wie stark das Unternehmen seine Zukunft an die KI-Entwicklung knüpft. Angesichts der Kündbarkeit des Großvertrags mit Anthropic bleibt diese Schlüsseleinnahmequelle jedoch äußerst unsicher, was für Investoren ein erhebliches Risiko darstellt.

SEC-Prospekt | TechCrunch