SpaceX(太空探索技术公司) hat nach Börsenschluss am 20. Mai (Eastern Time) bei der SEC offiziell den S-1-IPO-Antrag eingereicht. Geplant ist ein Börsengang unter dem Tickersymbol SPCX an der NASDAQ; die Roadshow soll in den kommenden Wochen starten. Der 277 Seiten umfassende Antrag sieht einen Finanzierungsbedarf von rund 75 Milliarden US-Dollar vor – damit würde der Rekord von Saudi Aramco aus dem Jahr 2019 (29,4 Milliarden US-Dollar) gebrochen werden. Das Zielwertung des Unternehmens liegt bei etwa 1,75 Billionen US-Dollar; danach wäre SpaceX nach Nvidia (5,4 Billionen), Apple, Alphabet, Microsoft und Amazon das sechstgrößte börsennotierte Unternehmen weltweit. Als Co-Lead Underwriter fungieren Bank of America, Citigroup, Goldman Sachs, JPMorgan Chase sowie Morgan Stanley; insgesamt nehmen 21 Banken am IPO teil. Um die interne Kontrolle über Stimmrechte zu behalten, plant SpaceX eine duale Aktienstruktur; rund 30 Prozent der Anteile sollen an Privatanleger verteilt werden – das Dreifache des üblichen Marktdurchschnitts.
Erstmals wurden im S-1 auch konkrete Finanzdaten veröffentlicht: Im Jahr 2025 erzielte SpaceX einen Gesamtumsatz von 18,7 Milliarden US-Dollar (plus 33 Prozent im Jahresvergleich). Der Nettoverlust belief sich auf etwa 2,6 bis 4,9 Milliarden US-Dollar – je nach Quelle; seit Gründung summiert sich der Verlust auf über 37 Milliarden US-Dollar. Aufgeschlüsselt nach Geschäftsbereichen: Starlink steuerte 11,4 Milliarden US-Dollar zum Umsatz bei (mehr als 60 Prozent des Gesamtergebnisses); allein im ersten Quartal 2026 erzielte Starlink einen Gewinn von 1,2 Milliarden US-Dollar, während die Nutzerzahl mittlerweile die Marke von 10,3 Millionen überschritten hat. Für Raketenstarts wurden rund 4 Milliarden US-Dollar eingeplant. Der im Februar dieses Jahres integrierte Geschäftsbereich xAI (zu dem auch Grok sowie die Social-Media-Plattform X gehören) erwirtschaftete 3,2 Milliarden US-Dollar – ein Plus von lediglich 22 Prozent im Jahresvergleich, was deutlich hinter den Hauptkonkurrenten im KI-Bereich zurückbleibt. Dennoch entfielen 2025 rund 60 Prozent der gesamten Kapitalausgaben des Konzerns (etwa 20 Milliarden US-Dollar) auf xAI; mittlerweile verfügt dieser Bereich über eine Rechenkapazität von 1 Gigawatt. Insgesamt zählen Grok und X zusammen 550 Millionen monatliche Nutzer; davon nutzen rund 117 Millionen aktiv die KI-Funktionen von Grok. Hinsichtlich Risikofaktoren weist der S-1 darauf hin, dass gegen Grok Ermittlungen von acht Strafverfolgungsbehörden wegen problematischer Deepfake-Inhalte laufen. Zudem gab SpaceX bekannt, einen Vertrag mit Anthropic über die Bereitstellung von Rechenleistung für Rechenzentren abgeschlossen zu haben.