Laut Reuters gab die US Space Force am 29. Mai bekannt, dass sie SpaceX einen Auftrag im Wert von 41,6 Milliarden US-Dollar für das Projekt „Space-Based Advanced Mobile Target Indicator“ (SB-AMTI) erteilt hat. Das System kombiniert weltraumgestützte Sensoren, sichere Kommunikationsverbindungen und Bodenverarbeitungssysteme und soll Luftbedrohungen (einschließlich Raketen) verfolgen und orten. Die Space Force erklärte, dass der SB-AMTI-Lieferantenpool mehrere Unternehmen umfasst und im kommenden Jahr mehrere Aufträge vergeben werden. Die erste Satellitenkonstellation soll vor 2028 stationiert werden und den gemeinsamen Einsatzkräften frühzeitige Fähigkeiten zur Beseitigung von Einsatzblindstellen bieten. Bereits zuvor in dieser Woche hatte die Space Force SpaceX einen weiteren Auftrag im Wert von 22,9 Milliarden US-Dollar für den Aufbau eines sicheren Hochgeschwindigkeits-Satellitenkommunikationsnetzes zur Verbindung globaler militärischer Sensoren und Waffenplattformen erteilt. Die beiden Aufträge belaufen sich auf insgesamt über 64 Milliarden US-Dollar.
Das SB-AMTI-Projekt ist Bestandteil der Flagschiff-Raketenabwehrinitiative der Trump-Administration, dem „Golden Dome“. Der „Golden Dome“-Plan sieht den Ausbau landgestützter Abfangraketen, Sensoren und Kommandosysteme sowie die Hinzunahme weltraumgestützter Satelliten vor, um Luftbedrohungen zu erkennen, zu verfolgen und gegebenenfalls zu bekämpfen – einschließlich der noch diskutierten Fähigkeiten von Weltraumwaffen. Beide Aufträge kommen zu einem entscheidenden Zeitpunkt für den geplanten Börsengang von SpaceX. Die Roadshow des Unternehmens soll frühestens am 4. Juni beginnen, die angestrebte Bewertung liegt bei über 17,5 Billionen US-Dollar. Massive Regierungsaufträge steigern nicht nur direkt die Umsatzerwartungen, sondern bieten auch eine starke Bestätigung für die Verteidigungsgeschäftserzählung von SpaceX.