Google Earth Web-Version erhält Flugsimulator – ohne Download über die globale Landschaft fliegen

Google hat am 12. Juni die Funktion „Flugsimulator“ der Webversion von Google Earth für weltweite Nutzer freigegeben. Ohne Installation eines Programms reicht es, in einem Browser Google Earth zu öffnen und nacheinander auf „Erde erkunden“ → „Tools“ → „Flugsimulator“ zu klicken, um abzuheben. Die Webversion bietet derzeit die zwei Modelle F-16 Kampfjet und Cirrus SR22 Propellerflugzeug und unterstützt die Steuerung des Kurses mit den Pfeiltasten, die Geschwindigkeitsregelung mit Page Up/Page Down sowie die Steuerung der Kameraperspektive mit der Maus. So kann man frei über der globalen Satellitenkarte fliegen. Google kennzeichnet die Funktion als „experimentell“ und erläutert in der Hilfedokumentation, sie sei „für die Erkundung in der Freizeit gedacht und nicht für hochpräzises aerodynamisches Training geeignet“.

Der Flugsimulator war erstmals 2007 als verstecktes Easter Egg im Desktop-Client von Google Earth enthalten. Der wesentliche Unterschied bei der Portierung in die Webversion liegt in der gesenkten Einstiegshürde: Während früher das Desktop-Programm heruntergeladen werden musste, kann nun jeder mit einem Browser und einer Internetverbindung darauf zugreifen. Da die Webversion von Google Maps bereits in Echtzeit generierte 3D-Gebäudemodelle integriert, ist das Flugerlebnis deutlich besser als bei der damaligen Desktop-Version — diese besaß nur für Wahrzeichen manuell erstellte 3D-Modelle, das gesamte Bild erinnerte an Flugspiele der frühen 2000er. Die gestreamte Live-Geländedarstellung bringt Tiefflüge optisch nahe an das Niveau von „Microsoft Flight Simulator 2020/2024“. Google hat zeitgleich auch professionelle Funktionen wie Höhenprofile und weitere Dateiimportformate für die Webversion hinzugefügt.

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