Google hat am 16. Juni offiziell Android 17 veröffentlicht. Die ersten Updates erhalten zunächst Pixel-Geräte, andere Marken werden in den kommenden Monaten nach und nach mit Updates versorgt. Zu den sofort verfügbaren neuen Funktionen gehören: der „Bubbles“-Modus – jede App kann zu einer schwebenden Blase verkleinert und am Bildschirmrand fixiert werden, mit Unterstützung für mehrere übereinanderliegende Blasen und freies Verschieben; spezielle Blasenbereiche gibt es außerdem in der Taskleiste von Faltgeräten. „Screen Reactions“ – die Bildschirmreaktionsaufzeichnung – ermöglicht es, ein Selfie direkt über den aktuellen Bildschirminhalt zu legen und direkt zu exportieren, ohne dass Tools von Drittanbietern wie CapCut oder Instagram Edits erforderlich sind. Im Bereich Datenschutz gibt es neue einmalige Standortberechtigungen und einen erweiterten Bereich für die Standortunschärfe in dünn besiedelten Gebieten. Der „Verloren-Modus“ wird jetzt durch biometrische Authentifizierung entsperrt. Darüber hinaus unterstützen einzelne Apps jetzt einen unabhängigen Dunkelmodus, und die visuelle Gestaltung des Splitscreen-Multitasking wurde ebenfalls optimiert. Wear OS wird gleichzeitig aktualisiert und bietet eine längere Akkulaufzeit sowie geräteübergreifende Zusammenarbeit.
Mehrere der meistbeachteten KI-Funktionen müssen noch einige Monate warten: Gemini Intelligence, neues Emoji-Design, intelligentere Spracheingabe und das „Vibe Coding“-Widget werden ab diesem Sommer schrittweise eingeführt; KI-generierte Widgets („Create My Widget“) und automatisierte App-Aktionen folgen ebenfalls mit Wear OS 7. Google hat außerdem angekündigt, im Herbst dieses Jahres die erste, auf Audio ausgerichtete Smart-Brille auf den Markt zu bringen – Android 17 wurde bereits vorab für die Ökosystem-Zusammenarbeit mit der Brille optimiert. Angesichts des zeitgleichen Erscheinens von iOS 27 von Apple, das eine direkte Konfrontation darstellt, lautet die Kernbotschaft von Googles Update: Zuerst die Grundlagen für Multitasking und kreative Tools stärken, dann im Laufe des Jahres mit der tiefgreifenden Integration von Gemini AI als zweite Angriffswelle folgen.