Malediven verbieten unter 16-Jährigen Zugang zu ausgewählten sozialen Medien, in Anlehnung an Australiens Altersüberprüfungsregeln

Der maledivische Präsident Dr. Mohamed Muizzu kündigte auf einer wöchentlichen Pressekonferenz an, dass die Regierung Kindern unter 16 Jahren den Zugang zu bestimmten Social-Media-Plattformen verbieten wird. Er begründete dies mit der steigenden Zahl von Cybermobbing und Online-Grooming. Die Politik wird sich auf bestimmte als besonders risikoreich eingestufte Apps konzentrieren und in Absprache mit den internationalen Eigentümern der Plattformen entwickelt werden, die verpflichtet werden sollen, ihre Dienste an das maledivische Recht anzupassen. Muizzu sagte, die Regierung beabsichtige, sich am bestehenden Altersverifikationssystem Australiens als Vorbild zu orientieren, und die neuen Regeln würden Änderungen der aktuellen Cybersicherheitsgesetzgebung des Landes erfordern.

      Muizzu stellte den Schritt als vereinbar mit dem Charakter der Malediven als „kleine, in islamischen Prinzipien verankerte Gesellschaft“ dar und betonte, dass der Schutz von Kindern im Internet seit langem ein drängendes Anliegen von Eltern sowohl auf lokaler als auch auf internationaler Ebene sei. Er stellte klar, dass das Verbot den Zugang von Kindern zu Bildungsinhalten oder zum Aufbau von Online-Fähigkeiten nicht einschränken werde – das Ziel sei eine sicherere digitale Umgebung und kein Rückzug aus der Digitalisierung. Die Regierung strebt die Fertigstellung des Regelungsrahmens innerhalb des nächsten Jahres nach einer Phase der öffentlichen Konsultation an, wobei Muizzu die Hoffnung äußerte, noch vor Ende 2026 praktische Ergebnisse zu sehen.
      
      [PSM News](https://psmnews.mv/en/181170)
      
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