Am 1. Juni gab BYD die Verkaufszahlen für Mai bekannt. Im Mai wurden insgesamt 383.453 Neueenergiefahrzeuge ausgeliefert, ein leichter Anstieg von etwa 0,26 % im Vergleich zum Vorjahresmonat. Damit endete eine Phase von acht bis neun Monaten mit Rückgängen im Jahresvergleich, und es war das erste Mal seit Beginn des Jahres 2026, dass ein positives Jahreswachstum erzielt wurde. Davon entfielen 160.644 Einheiten auf Auslandslieferungen, die erstmals die Marke von 160.000 Fahrzeugen durchbrachen – ein Anstieg um rund 80 % im Jahresvergleich und ein weiteres Plus von etwa 19 % gegenüber dem vorherigen Rekord von 135.098 im April – der zentrale Höhepunkt des Monats. Nach Fahrzeugtypen wurden 198.674 reine Elektroautos (plus 27 % gegenüber April) und 178.316 Plug-in-Hybride (plus 14 % gegenüber April) ausgeliefert. Der gesamte Monatszuwachs gegenüber dem Vormonat betrug etwa 19,4 %, eine deutliche Erholung gegenüber den 321.123 Einheiten im April. BYD-CEO Wang Chuanfu hatte zuvor öffentlich erklärt, dass die Bestellungen für neue Modelle die Produktionskapazität übersteigen, bei einigen Modellen lägen Bestellungen von über 100.000 Fahrzeugen vor.
Die starke Erholung der Auslandsverkäufe steht in direktem Zusammenhang mit den anhaltend hohen internationalen Ölpreisen, die die Verbraucher weltweit beschleunigt auf Elektrofahrzeuge umsteigen lassen. BYDs Jahresziel für Auslandsverkäufe liegt bei etwa 1,3 Millionen Fahrzeugen (ein Plus von über 25 % gegenüber 2025). In den ersten fünf Monaten wurden bereits 616.263 Einheiten im Ausland ausgeliefert. Die acht speziellen RoRo-Frachtschiffe des Unternehmens mit einer jährlichen Gesamtkapazität von über einer Million Fahrzeugen unterstützen den kontinuierlichen Exportausbau. In Großbritannien hat BYD in diesem Jahr einen kumulierten Marktanteil erreicht, der sowohl Tesla als auch die großen europäischen Autohersteller übertrifft. Im Gegensatz zu den Exporten bleibt der Inlandsmarkt schwach: Die kumulierten Verkäufe von Januar bis Mai gingen im Jahresvergleich um etwa 20 % zurück, der Druck durch den inländischen Wettbewerb hält an. Im ersten Quartal waren die Gewinne von BYD drastisch eingebrochen. Die Erholung der Auslandsverkäufe im Mai könnte jedoch dazu beitragen, die Bedenken des Marktes hinsichtlich des ganzjährigen Wachstumsausblicks zu mildern.