Japanische Volkszählung: Gesamtbevölkerung auf 123,04 Millionen gesunken, in fünf Jahren um über 3,09 Millionen gesunken – größter Rückgang, Anteil der Hauptstadtregion übersteigt erstmals 30 Prozent

Das japanische Ministerium für Innere Angelegenheiten und Kommunikation hat am 29. Mai die vorläufigen Ergebnisse der Volkszählung 2025 veröffentlicht. Zum 1. Oktober 2025 betrug die Gesamtbevölkerung Japans inklusive Ausländer 123.049.524 Personen, ein Rückgang um rund 3,097 Millionen Menschen bzw. 2,5 % im Vergleich zur Volkszählung 2020 – der stärkste Rückgang seit dem Jahr 2015, als die Bevölkerung kontinuierlich zu schrumpfen begann. Von den 47 Präfekturen verzeichneten nur Tokio (+1,4 %) und Okinawa (+0,1 %) einen Bevölkerungszuwachs, während die übrigen 45 einen Rückgang meldeten. Den stärksten Rückgang hatte Akita mit 8,1 %, gefolgt von Aomori mit 7,9 %. Die Präfekturen Saitama und Chiba erlebten sogar erstmals seit Beginn der Statistik im Jahr 1920 einen Bevölkerungsrückgang. Die vier Präfekturen Tokio, Kanagawa, Saitama und Chiba kamen zusammen auf rund 36,986 Millionen Einwohner, was 30,1 % der Gesamtbevölkerung entspricht – erstmals über 30 % und ein Beleg für die anhaltende Konzentration auf die Hauptstadtregion.

Das Ministerium führt die Entwicklung in erster Linie auf die zunehmende Überalterung und die niedrige Geburtenrate zurück, wodurch die Zahl der Sterbefälle die der Geburten weiterhin übersteigt („natürliche Schrumpfung“). Auf Gemeindeebene schrumpfte die Bevölkerung in 1.558 von 1.719 Gemeinden (90,6 %), bei mehr als einem Viertel lag der Rückgang bei über 10 %. Die Zahl der Privathaushalte stieg landesweit dagegen um 2,3 % auf 57.124.507, während die durchschnittliche Haushaltsgröße auf 2,15 Personen sank – der niedrigste Wert seit 1970, was den strukturellen Wandel hin zu mehr älteren Alleinlebenden widerspiegelt. Nach Schätzungen der Vereinten Nationen gehören Japan, China, Russland und Thailand zu den 20 Ländern mit dem stärksten Bevölkerungsrückgang zwischen 2020 und 2025, wobei Japan den größten Rückgang verzeichnet.

Kyodo News