Erstmals führen Polizeibehörden aus China, den USA und Arabien gemeinsame Aktionen gegen Betrugskriminalität durch; in Dubai werden 276 Verdächtige festgenommen

Laut einer Mitteilung des Ministeriums für öffentliche Sicherheit vom 17. Mai haben die Polizeibehörden Chinas, der USA und der Vereinigten Arabischen Emirate kürzlich erstmals eine internationale Strafverfolgungszusammenarbeit durchgeführt. Im Raum Dubai gelang es ihnen, gemeinsam gegen Cyberbetrug im Bereich Telekommunikation vorzugehen: Neun Betrugszentralen wurden geschlossen und 276 Verdächtige festgenommen. Untersuchungen ergaben, dass die beteiligten Banden über soziale Netzwerke falsche „Liebesbeziehungen“ zu Opfern aufbauten, deren Vertrauen gewannen und sie anschließend dazu verleiteten, in angeblich hochrentable Kryptowährungsprojekte zu investieren – mit dem Ergebnis erheblicher finanzieller Verluste für die Opfer.

Ein zuständiger Vertreter des Ministeriums betonte, dass diese gemeinsame Aktion ein wichtiges Ergebnis der Bemühungen der chinesischen Polizei um internationale Zusammenarbeit sei. In Zukunft werde man die Kooperation mit weiteren Ländern intensivieren und fortgesetzt gemeinsame Maßnahmen zur Bekämpfung solcher Delikte durchführen, um alle mutmaßlichen Täter zu fassen. Diese Betrugsmethode, bei der virtuelle „Liebesbeziehungen“ als Köder dienen und Kryptowährungsinvestitionen als Lockmittel eingesetzt werden, verbreitet sich in den letzten Jahren zunehmend im Nahen Osten sowie Südostasien; betroffen sind Menschen in vielen Ländern. Das gemeinsame Vorgehen der chinesischen und amerikanischen Polizeibehörden in den Vereinigten Arabischen Emiraten stellt somit ein wegweisendes Beispiel für grenzüberschreitende Strafverfolgungskooperation im Kampf gegen moderne Telekommunikationsbetrügereien dar.

Xinhua