Yen-Abwertung und Metallpreisanstieg: Herstellungskosten einer 10-Yen-Münze steigen auf 10,4 Yen

Laut Berichten der Nachrichtenagentur Xinhua haben steigende Metallpreise und die Abwertung des Yen dazu geführt, dass die Rohstoffkosten mehrerer japanischer Münzen deren Nennwert übersteigen. Daten der Münzprägeanstalt des japanischen Finanzministeriums zeigen, dass eine 10-Yen-Münze zu 95 % aus Kupfer und zu 3–4 % aus Zink besteht und 4,5 Gramm wiegt; basierend auf den von JX Nippon Mining & Metals und Mitsui Mining & Smelting veröffentlichten Preisen beliefen sich die Rohstoffkosten dieser Münze am 15. Juni auf etwa 10,4 Yen und überstiegen damit ihren Nennwert von 10 Yen. Auch die 5-Yen-Münze, deren Hauptbestandteile ebenfalls Kupfer und Zink sind, stiegen die Kosten auf rund 6,3 Yen, ebenfalls über dem Nennwert. Der Aluminiumrohstoff der 1-Yen-Münze wird durch die Lage im Nahen Osten beeinflusst; die inländischen Aluminiumgroßhandelspreise stiegen im Vergleich zur Zeit vor dem Ausbruch des Nahostkonflikts um etwa 20 % auf rund 690.000 Yen pro Tonne, und die Rohstoffkosten der 1-Yen-Münze betragen derzeit etwa 70 % ihres Nennwerts.

Beamte des japanischen Finanzministeriums erklärten, dass die Gesamtauswirkungen derzeit begrenzt seien, da die Rohstoffe hauptsächlich aus recycelten Altmünzen stammen. Auch die japanische Münzprägeanstalt habe noch keine spezifischen Kostendaten veröffentlicht. Der Wert der Rohstoffe, der den Nennwert übersteigt, hat jedoch Bedenken hinsichtlich illegaler Einschmelzpraktiken zum Zwecke der Gewinnerzielung geweckt. Gemäß dem geltenden japanischen Recht kann das vorsätzliche Beschädigen oder Einschmelzen von Münzen mit bis zu einem Jahr Haft oder einer Geldstrafe von bis zu 1 Million Yen bestraft werden.

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