Ramp-Daten: Anthropics Marktanteil bei Unternehmen im Mai erstmals größer als OpenAI, Reibereien mit Trump-Administration helfen Verkäufen

Enterprise-Ausgabenplattform Ramp hat offengelegt, dass der Marktanteil von Anthropics Claude-Reihe bei Unternehmens-AI-Abonnements im Mai 2026 auf 41 % gestiegen ist und damit erstmals OpenAI (39,5 %) überholt hat – letzterer blieb gegenüber dem Vormonat nahezu unverändert. Ramp-Chefökonom Ara Kharazian sagte, der historisch beste Monat für Unternehmenseinkäufe bei Anthropic sei ausgerechnet der März gewesen, als das US-Verteidigungsministerium das Unternehmen als „Lieferkettenrisiko“ eingestuft habe: „Wenn Ihr Modell als ‚zu gefährlich, um es zu nutzen‘ bezeichnet wird, verleiht ihm das eine gewisse Aura.“ Die genannten Daten stammen von über 70.000 Firmenkunden auf der Ramp-Plattform; bei rund einem Drittel der Transaktionen, bei denen die Modelldetails einsehbar sind, konzentriert sich die Unternehmensnutzung vor allem auf die verschiedenen Claude-Opus-Versionen, insbesondere die später veröffentlichten. Mythos war nur kurz auf dem Markt (ab April für eine begrenzte Nutzergruppe verfügbar), und Fable 5 wurde wenige Tage nach dem Start vom Markt genommen. Wie stark dies die Gesamteinnahmen belastet hat, lässt sich anhand der Ausgabendaten nicht genau quantifizieren.

Der Artikel weist darauf hin, dass dieser Trend einen vollständigeren Hintergrund liefert: Ende Mai schloss Anthropic eine Finanzierungsrunde in Höhe von 65 Milliarden US-Dollar bei einer Bewertung von 96,5 Milliarden US-Dollar ab, reichte im selben Monat vertrauliche IPO-Unterlagen ein und kündigte das bevorstehende erste profitable Quartal an. Anfang Juni forderte Handelsminister Howard Lutnick in einem Schreiben den vollständigen Stopp des Zugriffs für Ausländer (einschließlich der ausländischen Mitarbeiter von Anthropic) auf Mythos 5 und Fable 5; das Unternehmen nahm daraufhin beide Modelle vollständig vom Markt. Kharazian zufolge dürfte diese Reibung mit der Regierung die Markenattraktivität von Anthropic bei Unternehmenskunden weiter steigern. TechCrunch merkt jedoch an, dass die Kontroverse selbst den bevorstehenden Börsengang mit Unsicherheit belasten könnte – Anleger auf dem öffentlichen Markt sind gegenüber Unternehmen, die sich im Streit mit der Regierung befinden, in der Regel vorsichtig. Opus 4.8 ist derzeit weiterhin öffentlich verfügbar und das Modell, das auf Unternehmensseite derzeit tatsächlich am meisten konsumiert wird.

TechCrunch