Microsoft erwägt, das Basismodell von Copilot Cowork durch DeepSeek V4 zu ersetzen – Fable 5 kostet bei gleicher Token-Anzahl das 50-Fache

Laut Medienberichten stellt Microsoft sein KI-Agentenprodukt Copilot Cowork auf ein nutzungsabhängiges Abrechnungsmodell um und prüft, verfeinerte Versionen von Open-Source-Modellen wie DeepSeek V4 einzusetzen, um die derzeit täglich genutzten Anthropic- und OpenAI-Modelle zu ersetzen und die Betriebskosten drastisch zu senken. Charles Lamanna, Executive Vice President für Copilot, Agenten und Plattformgeschäfte, erklärte, dass Tests gezeigt hätten, dass Copilot Cowork „nicht in einem unbegrenzten Nutzungsmodell angeboten werden kann“ – einige Benutzer führten Hunderte von Aufgaben pro Woche aus, was die Effizienz zwar erheblich steigere, „aber der Preis dafür sei, dass die Kosten potenziell sehr hoch werden könnten“. Microsoft gab an, in den kommenden Wochen günstigere optionale Modelle einführen zu wollen, und betonte, dass alle Modelle vollständig in der Azure Cloud gehostet würden, um sicherzustellen, dass Kundendaten die Microsoft-Cloud-Umgebung nicht verlassen.

Der Kostenvorteil ist die treibende Kraft: Das kürzlich von Anthropic veröffentlichte Modell Fable 5 kostet pro Token das 50-Fache des DeepSeek-V4 Pro, während Open-Source-Modelle für die meisten alltäglichen Büroaufgaben ebenso gut geeignet sind und die Gesamtkosten um über neunzig Prozent senken können. Die Datenplattform Vercel gab bekannt, dass der Marktanteil von DeepSeek im US-Unternehmenssektor von einem Prozent im April auf 17 Prozent im Mai gestiegen ist; Citadel Securities stellte in einem Bericht der letzten Woche fest, dass die Umstellung auf kostengünstigere Modelle einer der Gründe für den jüngsten Rückgang des KI-Ausgabenindex sei, und erklärte: „Selbst die leistungsfähigste Technologie muss den unspektakulären Gesetzen der Kostenkurve und des Grenznutzens folgen.“ Das neueste Ranking der Large Model Arena zeigt zudem, dass unter den gelisteten Open-Source-Modellen chinesische Modelle die Dominanz übernommen haben – Zhipu GLM-5.2 (Max) stieg auf Platz 10, DeepSeek-V4 Pro auf Platz 14, und von den ausländischen Open-Source-Modellen verbleiben lediglich Nvidias Nemotron 3 Ultra und Googles Gemma 4 am Ende der Tabelle.

Finanznachrichtenagentur