GitLab entlässt 14 % der Belegschaft und verlässt 22 Länder, um Infrastruktur für KI-Agenten neu aufzubauen

GitLab hat am 3. Juni rund 14 % seiner Belegschaft entlassen – etwa 350 Mitarbeiter – im Rahmen einer Umstrukturierung, die das Unternehmen erstmals im Mai angekündigt hatte. Neben dem Personalabbau zieht sich GitLab aus 22 Ländern zurück und flacht Führungsebenen ab, während es gleichzeitig Investitionen in seine Kernplattform umleitet. CEO Bill Staples erklärte am Dienstag in einer Telefonkonferenz zu den Quartalszahlen, dass agentische KI-Workloads die Entwicklerinfrastruktur über das hinaus belasten, wofür sie ursprünglich ausgelegt war, und dass das Unternehmen mit dem begonnen habe, was er als „generationenübergreifenden Neubau von Git“ beschrieb, um ein 100-faches Wachstum des agentengesteuerten Datenverkehrs zu unterstützen. GitLab gab außerdem bekannt, dass es mit einem nicht näher bezeichneten KI-Labor zusammengearbeitet hat, um sein Backend neu zu gestalten. Geplant sind für Agenten optimierte APIs zum Speichern und Abrufen von Code-Kontext, neue Orchestrierungstools zur Koordination der Arbeit zwischen KI-Agenten und Entwicklern sowie direkt in die Plattform integrierte Governance-Funktionen.

Die Umstrukturierung fällt mit einem starken Quartalsergebnis zusammen: GitLab meldete für das erste Quartal des Geschäftsjahres 2027 einen Umsatz von 264 Millionen US-Dollar, ein Plus von 23 % im Jahresvergleich, bei einer Bruttomarge von 88 %, und rechnet mit einmaligen Umstrukturierungskosten in Höhe von 30 bis 35 Millionen US-Dollar. Die Belastung der Infrastruktur ist kein Problem, das nur GitLab betrifft – auch Rivale GitHub hatte aufgrund einer Flut von KI-generierten Code-Einreichungen mit Ausfallzeiten zu kämpfen. Die Entlassungen sind Teil einer sich beschleunigenden Welle in der gesamten Branche; laut Statista hat der Technologiesektor in diesem Jahr bereits über 100.000 Arbeitsplätze abgebaut, darunter bei Intuit, Amazon, Cisco, Cloudflare, Meta und Microsoft, die parallel dazu Rekordumsätze vermelden und KI als Hauptgrund anführen.

TechCrunch