Forscher melden OpenAI-Forum Schwarzmärkte für ChatGPT-Abos: Business-Organisation ungewöhnlich auf 1.602 Plätze gewachsen

Am 2. Juni veröffentlichte ein Forscher (Forum-Benutzername checkoutxixi) im OpenAI Developer Community einen ausführlichen Beschwerdebeitrag, der eine bereits kommerzialisierte Lieferkette für den Missbrauch von ChatGPT-Abonnements beschreibt, die vier Haupttypen umfasst: Erstens: Nachahmung des Apple-Client-Protokolls, um Apple-ID-Informationen zu fälschen, um in Niedrigpreisregionen wie der Türkei (ca. ₺499,99) oder den Philippinen (ca. ₱491,07, kombiniert mit dem Aktionscode plus-1-month-50-pct-off) in großen Mengen regionale Abonnements für Plus/Pro abzuschließen und diese dann mit Aufschlag weiterzuverkaufen, wobei die ChatGPT-Konten von den tatsächlichen Apple-IDs getrennt werden, um das Risiko einer Kontosperrung zu vermeiden. Zweitens: Ausnutzen von Schwachstellen, bei denen Felder wie billing_details.country / billing_details.currency möglicherweise vom Client geändert werden können, um regionale Massenabonnements durchzuführen. Drittens: Massenhafte Registrierung kostenloser ChatGPT-Konten, Extrahieren von Session/Tokens und Einspeisung über Reverse-Proxy-Tools wie sub2api, cliproxyapi in einen Proxy-Pool, um diese nach außen hin als „GPT-5.5“-API-Dienst zu verkaufen. Viertens: Ausnutzen von Business-Aktionscodes, um eine kostenlose Eröffnung zu ermöglichen, und mutmaßliches Ausnutzen einer Schwachstelle, bei der die Mitgliederzahl auf der Serverseite nicht ausreichend validiert wird, um die Mitgliederzahl einer einzelnen Business-Organisation auf 1602 Personen zu erhöhen und dann die Plätze weiterzuverkaufen. OpenAI-Community-Moderator Avinash hat bereits öffentlich geantwortet, dass das Feedback an das entsprechende Team zur Bewertung und Bearbeitung weitergeleitet wird.

Der Beschwerdeführer gab an, dass diese Schwachstellen erfolgreich reproduziert werden konnten und dass die relevanten Schwachstellen auf Apple-Seite bereits separat an Apple gemeldet wurden, jedoch bis zum 2. Juni noch keine Bestätigung einer Behebung eingegangen sei. Im Bereich des Missbrauchs kostenloser Konten behaupten einige Händler, dass sie die Hürde der Handynummernverifizierung, die OpenAI bereits eingeführt hat, umgehen und weiterhin Massenregistrierungen durchführen können. Der Beschwerdeführer gab an, über mehrere Beweise zu verfügen, darunter Skriptbeispiele, Ausschnitte aus billing_details-Anfragen, Screenshots der Business-Verwaltungsseite und Aufzeichnungen über den Verkauf von als GPT-5.5 getarnten Diensten auf dem Sekundärmarkt. Aus Gründen der Öffentlichkeit des Forums wurden die detaillierten Inhalte vorerst nicht hochgeladen, und es wurde angekündigt, dass in Zukunft schrittweise weitere Berichte eingereicht werden.

OpenAI Developer Community