California AB 1921 mit 43:16 im Abgeordnetenhaus verabschiedet: 60-Tage-Vorankündigung für Serverstilllegung und Spielbarkeit gefordert

Das kalifornische Abgeordnetenhaus hat am 30. Mai mit 43 zu 16 Stimmen den „Protect Our Games Act“ (AB 1921) verabschiedet – der bislang bedeutendste gesetzgeberische Erfolg der „Stop Killing Games“-Bewegung. Der von Abgeordnetem Chris Ward (Wahlbezirk San Diego) eingebrachte Gesetzesentwurf schreibt vor, dass Spieleunternehmen Spieler mindestens 60 Tage vor der Abschaltung von Online-Servern benachrichtigen müssen; nach der Einstellung des Dienstes müssen sie entweder eine dauerhaft spielbare Option (wie einen Offline-Modus oder offene Community-Server) bereitstellen oder eine Rückerstattung anbieten. Das Gesetz geht nun an den Senat Kaliforniens und muss dort erneut verabschiedet werden, um in Kraft zu treten.

In einem auf dem Stop-Killing-Games-YouTube-Kanal veröffentlichten Video erklärte Ward, die Gesetzesinitiative gehe auf „einen Wähler aus San Diego zurück, der es leid war, dass kürzlich gekaufte Spiele eingestellt werden“. Die SKG-Bewegung hat sich seit der Einstellung des Online-Rennspiels „The Crew“ durch Ubisoft im Jahr 2024 rasant entwickelt: Im April 2026 reisten SKG-Gründer Ross Scott und Organisator Moritz Katzner zum Europäischen Parlament, um dort ihren Standpunkt darzulegen. Sie erhielten positive Resonanz vom zuständigen Ausschuss; eine offizielle Antwort wird innerhalb weniger Wochen erwartet. Hauptgegner des Gesetzes ist die Entertainment Software Association (ESA), ein Branchenverband, der argumentiert, das Gesetz „könnte Entwickler zwingen, begrenzte Ressourcen in die Wartung alter Systeme zu stecken, anstatt neue Spiele und Funktionen zu entwickeln“. SKG entgegnet darauf, es handele sich um „eine basisdemokratische Verbraucherbewegung für grundlegenden Schutz bei der Einstellung von Spielen – gegen einen Branchenverband, der das Recht verteidigt, Spiele zu verkaufen, die jederzeit zu wertlosen Datenträgern werden können“.

AB 1921 Gesetzestext | PC Gamer | IGN