Am 28. Mai traf sich der Vorsitzende der überparteilichen japanischen „Arbeitsgemeinschaft zur Sicherheitsanalyse unidentifizierter anomaler Phänomene“, der Abgeordnete der Liberaldemokratischen Partei Yasuhide Hamada, gemeinsam mit anderen Mitgliedern im Parlament mit dem Chefkabinettssekretär Yoshimasa Hayashi. Sie übergaben ein Empfehlungsschreiben, das die Einrichtung einer zentralen Koordinierungsfunktion im Kabinettssekretariat fordert, um unidentifizierte Flugobjekte (UFOs) und andere unidentifizierte anomale Phänomene einheitlich zu behandeln. Hayashi erklärte auf einer anschließenden Pressekonferenz: „Wir werden – einschließlich unidentifizierter anomaler Phänomene – weiterhin angemessen reagieren“, machte jedoch keine Zusagen zu konkreten Mechanismen.
Der unmittelbare Hintergrund des Empfehlungsschreibens ist der Vorfall vom Juli letzten Jahres, bei dem über dem Kernkraftwerk Genkai der Kyushu Electric Power Company in der Präfektur Saga drei unbekannte Leuchtobjekte gesichtet wurden. Das Schreiben wies darauf hin, dass die von den verschiedenen Behörden gesammelten Informationen nicht zentral zusammengeführt werden konnten und so ein Mangel an Koordinierungsmechanismen offengelegt wurde. Das Schreiben berief sich zudem darauf, dass die USA in den letzten Jahren nach und nach UFO-bezogene Archive freigegeben hatten, und forderte die japanische Regierung auf, aktiv nach den von der US-Seite offengelegten Informationen zu suchen und diese genau zu prüfen. Das US-Verteidigungsministerium hat inzwischen ein spezielles „All-domain Anomaly Resolution Office (AARO)“ für derartige Angelegenheiten eingerichtet, während es in der japanischen Regierung bisher keine ständige Anlaufstelle gab.
[Kyodo News] (日本议联建议在内阁官房设立UFO应对指挥功能)