Universal Music Group und TikTok haben ein erneuertes weltweites Lizenzabkommen bekanntgegeben. Darin verpflichten sich beide Seiten gemeinsam dazu, unerlaubte KI-generierte Musik von der Plattform zu entfernen sowie die Zuordnung von Künstlern und Songwritern zu verbessern. Laut Universal Music Group stärkt das Abkommen „das wegweisende Engagement von TikTok und UMG zum Schutz der menschlichen Kunst – sodass die wirtschaftlichen Vorteile der Plattform tatsächlich bei Künstlern und Songwritern ankommen.“ Die Erneuerung markiert einen deutlichen Bruch mit dem heftigen öffentlichen Konflikt Anfang 2024, als UMG sein gesamtes Musikkatalog auf TikTok entfernte – wodurch Millionen von Titeln aus Nutzer-Videos verschwanden – nachdem man der Plattform vorgeworfen hatte, unzureichend gegen KI-generierte Inhalte vorzugehen und Rechteinhaber nicht angemessen zu entschädigen. Später einigten sich beide Parteien darauf, den Katalog wiederherzustellen; das nun vorgestellte Abkommen formalisiert und erweitert die Regelungen zur KI-Nutzung.
Das Abkommen kommt zu einer Zeit, in der Universal Music Group intensiv im Bereich KI-Lizenzen aktiv ist: Bereits letzten Donnerstag schloss das Label ein Deal mit Spotify, der Fans erlaubt, gegen Bezahlung KI-generierte Cover-Versionen und Remixe von Songs teilnehmender Künstler zu erstellen. Beide Vereinbarungen spiegeln die Strategie von UMG wider, von Plattformen Zustimmung, korrekte Zuordnung sowie Gewinnbeteiligungen zu erhalten – anstatt pauschal gegen KI-Musik-Tools vorzugehen. TikTok seinerseits bemüht sich, seinen Wert für die Musikindustrie unter Beweis zu stellen, während in der EU und einigen US-Bundesstaaten strengere Regulierungen für KI-generierte Inhalte in Kraft treten. Im Juni 2025 launchte die Plattform dafür die Daten- und Analyseplattform „TikTok for Artists“. Über finanzielle Details des neuen Abkommens machten beide Unternehmen keine Angaben.