Samsung Electronics gab am 27. Mai die Ergebnisse einer internen Abstimmung bekannt: Das vorläufige Abkommen, auf das Arbeitgeber und Gewerkschaften nach einem marathonartigen Verhandlungsprozess in der Nacht des 20. Mai gekommen waren, wurde mit 73,7 % Zustimmung von den Mitarbeitern gebilligt. Damit ist die Gefahr eines großflächigen Streiks bei Samsung vorerst abgewendet. Zuvor hatte die rasche Entwicklung von Geschäftsbereichen wie dem Speicherchipgeschäft zu Konflikten hinsichtlich der Bonusverteilung geführt; die Gewerkschaft drohte mit einem Streik, falls ihre Forderungen nicht erfüllt würden. Es bestand die Befürchtung, dass ein Produktionsstopp die weltweite Halbleiterversorgung sowie die Entwicklung der KI-Industrie erheblich beeinträchtigen würde. Unter Vermittlung koreanischer Regierungsstellen wurde am 20. Mai eine vorläufige Vereinbarung erzielt, die anschließend zur internen Abstimmung vorgelegt wurde.
Experten weisen darauf hin, dass zwar das Streikrisiko vorerst gebannt sei, doch angesichts der stark unterschiedlichen Geschäftsergebnisse innerhalb von Samsung sowie weiterhin bestehender Differenzen bei der Koordinierung der Bonuszahlungen zwischen den einzelnen Abteilungen das Risiko eines erneuten Streiks in Zukunft nicht ausgeschlossen werden kann.