Meta: Vermeintlich geleakte Audioaufnahmen – Zuckerberg verteidigt die Überwachung von Maus, Tastatur und Screenshots der Mitarbeiter; erklärt, die Daten dienten der KI-Trainierung. Die Enthüllungen erfolgten zeitgleich mit der Kündigung von 8.000 Beschäftigten.

Die Arbeiterrechtsorganisation More Perfect Union veröffentlichte am 20. Mai auf X eine Audioaufnahme, die angeblich aus einer internen Mitarbeiterversammlung bei Meta am 30. April stammt. Darin antwortet eine Stimme, die vermutlich Mark Zuckerberg gehört, etwa sechs Minuten lang auf Fragen der Angestellten zu „Geräteüberwachung“. Laut der Aufnahme sammelt Meta Tastatureingaben, Mausklicks sowie Bildschirmfotos der Mitarbeiter und speist diese in ein KI-Modell ein – „damit es lernt, wie kluge Menschen mit dem Computer arbeiten“. Zudem erklärt der Sprecher, warum man sich primär auf eigene Angestellte konzentriere: „Das durchschnittliche Intelligenzniveau unserer Mitarbeiter liegt deutlich über dem von Personen, die wir über externe Dienstleister einstellen können.“ Meta hat die Echtheit der Aufnahme bislang weder bestätigt noch dementiert.

Der Zeitpunkt der Veröffentlichung sorgte zusätzlich für Aufsehen: Kurz zuvor hatte Meta angekündigt, rund 8.000 Stellen abzubauen. Kritiker verknüpfen beide Ereignisse: Das Unternehmen nutze laut ihnen die Arbeitsdaten seiner Belegschaft, um KI-Systeme zu trainieren, die letztlich deren Jobs übernehmen sollen. Im Januar berichtete das Magazin Wired bereits, dass Handshake AI – ein Datenlieferant von OpenAI – Auftragnehmer auffordert, echte Arbeitsunterlagen wie Verträge, Finanzmodelle oder Code-Repositories hochzuladen; Rechtsanwälte für geistiges Eigentum warnen dabei vor rechtlichen Risiken. Beide Vorfälle verdeutlichen einen klaren Trend in der Tech-Branche: Die Arbeitsweisen hochqualifizierter Angestellter werden systematisch in Trainingsmaterial für KI umgewandelt.

The Register