Sonys narrativ starke Einzelspieler-Titel kehren als PlayStation-Exklusivtitel zurück – Ende der sechsjährigen Strategie zur PC-Portierung

Laut einem Bericht des Bloomberg-Journalisten Jason Schreier vom 18. Mai gab Hermen Hulst, CEO von PlayStation Studios, in einer internen Mitarbeiterbesprechung bekannt, dass „die narrativen Einzelspieler-Spiele des Unternehmens künftig exklusiv für PlayStation bleiben“. Das bedeutet, dass hochkarätige Titel wie Intergalactic: The Heretic Prophet, Ghost of Yotei, Saros sowie Marvel’s Wolverine von Naughty Dog keine PC-Versionen mehr erhalten und ausschließlich für PlayStation-Konsolen erscheinen werden. Mit dieser Ankündigung endet nach sechs Jahren die bisherige Multiplattform-Strategie von Sony, die im Jahr 2020 mit der Portierung von Horizon Zero Dawn auf den PC begann; zuvor hatte Sony bereits Reihen wie God of War, Spider-Man, Ghost of Tsushima und The Last of Us auf den PC gebracht. Online- und Service-basierte Spiele bleiben davon unberührt und werden weiterhin zeitgleich für Konsolen und PC veröffentlicht – schließlich vertraut Sony darauf, dass der Erfolg von Mehrspieler-Titeln wie Helldivers 2 von einer großen, plattformübergreifenden Spielergemeinschaft abhängt.

Die Hauptbegründung für diese Rückkehr zur Exklusivität liegt darin, dass SONY-Führungskräfte befürchten, dass die zunehmende Verfügbarkeit von Exklusivtiteln auf dem PC deren Attraktivität als „unbedingtes Muss“ für den Kauf einer PS5 mindert und somit die Verkaufszahlen der Konsole beeinträchtigt – insbesondere bei großen narrativen Einzelspieler-Produktionen. Branchenkenner interpretieren diesen Schritt als defensive Maßnahme von Sony, um die Barrieren innerhalb des eigenen Konsolen-Ökosystems zu stärken, während die Entwicklung der PS6 zunehmend Fahrt aufnimmt. Für PC-Spieler könnte sich damit die bisherige Praxis, ein Jahr lang auf die PC-Version eines beliebten Titels zu warten, künftig erledigen.

Bloomberg | GameSpot | The Verge