Intel sagt, bei den Speicherpreisen 'muss sich etwas tun', und verspricht, DDR4 Raptor Lake-Produkte weiter verfügbar zu halten

Intel Senior Director of Product Management, Nish Neelalojanan, erklärte Tom’s Hardware am 2. Juni auf der Computex 2026, dass das Unternehmen die anhaltende Inflation der Speicherpreise für nicht nachhaltig halte und plane, die DDR4-unterstützende Raptor-Lake-Reihe als Druckventil auf dem Markt zu halten. „Langfristig muss sich etwas ändern – die Überinflation werden wir im Auge behalten müssen“, so Neelalojanan. Er fügte hinzu, dass Intel Raptor Lake nicht ausphasen werde und Produkte für „ältere Speichertechnologien, sofern sie verfügbar und günstig sind“, verfügbar halten werde. Im Budgetbereich validiert das Unternehmen zudem Wildcat Lake – beginnend mit 8 GB in einer Single-Channel-Konfiguration – als speicherarmen Einstiegspunkt für erschwingliche Laptops. Neelalojanan kündigte jedoch keine neuen DDR4-Produkteinführungen an, die mit AMDs erneuter Veröffentlichung des Ryzen 7 5800X3D und des neuen Ryzen 7 7700X3D vergleichbar wären; beide liegen preislich unter 350 US-Dollar und unterstützen DDR4 oder DDR5.

Neelalojanan merkte an, dass die Kosten für Speicher und Datenträger nun die CPU-Preise als Haupttreiber der Gesamtsystemkosten überragen. Um die Angebotsoptionen zu erweitern, validiere Intel aktiv Chips gegen regionale Speicheranbieter in Märkten wie China und Indonesien – „falls es lokale Speicheranbieter gibt, versuchen wir, so viel wie möglich zu validieren, damit genügend Auswahl besteht und man Taschen der Entlastung bekommt“. Diese Aussagen fallen vor einem sich verschlechternden Hintergrund: Framework warnte kürzlich vor anhaltenden RAM- und SSD-Preissteigerungen bis 2026, der Vorsitzende von SK Group deutete an, dass der Speichermangel bis 2030 anhalten könnte, und auf der Computex tauchte eine neue HUDIMM-Spezifikation auf, die speziell darauf abzielt, DDR5-Preise für Budget-PCs zu senken.

Tom’s Hardware