AWS bringt neue Generation von OpenSearch Serverless für KI-Agentenverkehr auf den Markt, Cloudflare prognostiziert, dass Nicht-Menschen-Traffic in der ersten Hälfte des Jahres 2027 menschlichen Verkehr überholen wird

AWS (Amazon Web Services) hat am 28. Mai die nächste Generation von Amazon OpenSearch Serverless vorgestellt, bei der Rechenleistung und Speicher vollständig entkoppelt sind: Wenn ein Agent eine Aufgabe auslöst, können die Rechenressourcen innerhalb von Sekunden hochskaliert werden, und in Leerlaufzeiten schalten sie sich automatisch auf null herunter, sodass keine Kosten mehr anfallen – selbst bei der vorherigen Serverless-Version musste mindestens eine Instanz durchgehend aktiv bleiben. Tia White, General Manager von AWS OpenSearch, sagte gegenüber TechCrunch, dass Agenten ohne Vorwarnung Verkehrsspitzen erzeugen und dann ebenso unerwartet wieder verstummen können: „Unternehmen brauchen ein Suchsystem, das mit diesem Tempo mithalten kann, ohne ständig für ungenutzte Rechenleistung zu zahlen.“ Die neue Version wird nativ in KI-Entwicklungsplattformen wie Vercel und Kiro integriert, sodass Entwickler ohne Verwaltung der zugrunde liegenden Infrastruktur sofort einsatzbereite Such- und Vektordatenbank-Backends für Agenten bereitstellen können. Lai Yi Ohlsen, Senior Product Manager bei Cloudflare, berichtete im selben Artikel, dass Bot-Traffic in den letzten sechs Monaten 31 % des gesamten HTTP-Traffics ausmachte, wobei KI-Crawler, Suchmaschinen und Assistenten etwa ein Viertel aller Bot-Anfragen stellten. Sie prognostizierte: „Nicht-menschlicher Traffic wird in der ersten Jahreshälfte 2027 den menschlichen Traffic überholen.“

Diese Veröffentlichung von AWS spiegelt eine systemische Neuausrichtung in der gesamten Cloud-Branche wider: Databricks und Snowflake positionieren sich als Gedächtnis- und Abrufsysteme für Unternehmens-KI, Microsoft hat bereits Azure-Updates für KI-Agenten-Trafficspitzen und gemeinsame Speicherung zwischen Agenten veröffentlicht, und Cloudflare hat letzten Monat eine Infrastrukturlösung vorgestellt, die Agenten eine persistente Umgebung und sofortige elastische Skalierung bietet. Der TechCrunch-Artikel stellt fest, dass es einen positiven Kreislauf zwischen dem Wiederaufbau der Infrastruktur und dem Umfang der Agentenbereitstellung gibt: Immer mehr Unternehmen setzen Agenten für interne und externe Anwendungen ein, was den Druck auf die Cloud-Infrastruktur erhöht, sich für Maschinentraffic neu zu gestalten. Gleichzeitig senken Verbesserungen der Infrastruktur die Kosten und Hürden für die Bereitstellung von Agenten weiter.

TechCrunch