Proxmox VE 9.2 ist erschienen – mit Dynamic Load Balancer, Linux-Kernel 7.0 und erweitertem SDN

Im Mai 2026 wurde Proxmox Virtual Environment 9.2 veröffentlicht. Es basiert auf Debian 13.5 „Trixie“ und nutzt standardmäßig den Linux-Kernel 7.0. Die wichtigsten Komponentenversionen sind: QEMU 11.0, LXC 7.0, ZFS 2.4, Ceph Tentacle 20.2.1 sowie Ceph Squid 19.2.3.

Dynamischer Lastausgleich (Hauptfeature)

  • Der neue dynamische Cluster-Ressourcenplaner (CRS) überwacht in Echtzeit die Auslastung von Knoten und virtuellen Maschinen
  • Virtuelle Maschinen unter Hochverfügbarkeitssteuerung werden automatisch live migriert, um die Clusterlast auszugleichen – dabei werden die HA-Regeln stets beachtet
  • Aggressivität und Empfindlichkeit des Systems lassen sich individuell konfigurieren; manuelle Lastverteilungsskripte werden dadurch obsolet

Erweitertes Software-Defined Networking (SDN)

  • Native Integration von WireGuard-VPN sowie dynamischem BGP-Routing
  • Filterung von BGP-/EVPN-Verbindungen mittels Routenkarten und Präfixlisten
  • Umleitung von OSPF-Routen, zusätzliche Optionen für EVPN-Controller sowie Unterstützung für IPv6-Unterstrukturen
  • Im SDN-Modus „Dry Run“ können Netzwerkkonfigurationen risikofrei getestet werden

Verwaltung von HA-Clustern

  • Mit den neuen Befehlen disarm-ha bzw. arm-ha lässt sich der Hochverfügbarkeitsmodus im gesamten Cluster temporär deaktivieren bzw. erneut aktivieren – der Ressourcenstatus bleibt dabei erhalten

Individuelle CPU-Modellverwaltung

  • Das Web-Interface bietet nun die Möglichkeit, eigene CPU-Profil zu erstellen, zu bearbeiten oder zu löschen – direkt im Bereich „Rechenzentrum“
  • Alle Clustermitglieder erhalten Einblick in die verfügbaren CPU-Funktionen

Verbesserungen bei VMs und Containern

  • Live-Snapshots inklusive TPM-Unterstützung auf kompatiblen Speichersystemen; TPM-Funktionalität wurde nun auch für iSCSI und ZFS-over-iSCSI eingeführt
  • Optimierte VNC-Unterstützung sowie verbesserte Kompatibilität mit dem aarch64-Architekturtyp
  • Bei Containern: neue Einstellungsmöglichkeiten für Mount-Punkte, erweiterte Seccomp-Filterung sowie Unterstützung der OCI-Eigenschaft „User“; außerdem gibt es nun Warnhinweise zur bevorstehenden Abschaffung von cgroup v1

Sicherheit

  • Abhilfen gegen Schwachstellen wie Crackarmor, copy.fail, DirtyFrag, Fragnesia, ssh-keysign-pwn sowie Pintheft
  • Verstärkte Schutzmechanismen für VNC-Sitzungen sowie strengere Berechtigungsprüfungen bei Aktionen an virtuellen Maschinen

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