Firefox 151 unterstützt nun die Web Serial API – so können Entwickler mit Unterstützung von Adafruit Hardware direkt über den Browser anschließen.

Mozilla hat in dieser Woche die Version Firefox 151 veröffentlicht, die nun die Unterstützung der Web Serial API bietet. Damit können Nutzer direkt mit über serielle Schnittstellen angeschlossener Hardware – darunter Mikrocontroller und Entwicklerboards – kommunizieren, ohne zusätzliche Software oder komplizierte Einrichtungen. Diese Funktion ist im Desktop-Version des Gecko-Engines von Firefox verfügbar und schließt somit eine lange bestehende Lücke zu Chromium-basierten Browsern, welche die Web Serial API bereits seit Jahren unterstützen. Im Rahmen dieses Starts kooperierte Mozilla außerdem mit der Open-Source-Hardware-Community Adafruit, um hardwarebezogene Arbeitsabläufe im Browser in Firefox zu testen und zu validieren: Die Browser-Tools von Adafruit, etwa das WebSerial ESPTool zum Flashen von ESP32-Boards, funktionieren nun direkt in Firefox 151. Mozilla bezeichnet diese Zusammenarbeit als Zeichen dafür, dass auch andere Communities – nicht nur gewöhnliche Endnutzer – das Web nach ihren eigenen Vorstellungen nutzen sollten.

Die Web Serial API wird im Alltagsbrowser wohl kaum zum Einsatz kommen; dennoch ist sie für Bastler, Pädagogen, Entwickler eingebetteter Systeme sowie STEM-Communities von großer Bedeutung. Diese haben bisher auf Tools wie den browserbasierten Editor von CircuitPython oder ähnliche Programmierumgebungen für Hardware zurückgegriffen, die eigentlich nur in Chrome oder Edge verfügbar waren. Durch die Integration der API in Gecko erweitert Mozilla diese Arbeitsabläufe nun auch auf datenschutzorientierte Nutzer, die Firefox bevorzugen, aber bislang gezwungen waren, für Hardware-Projekte auf andere Browser auszuweichen. Die vollständige technische Dokumentation zu den Implementierungsdetails findet sich auf Mozilla Hacks.

Mozilla Blog | Mozilla Hacks