Am 18. Mai äußerte Zhang Chaoyang, Gründer, Vorsitzender des Verwaltungsrats und CEO von Sohu, auf dem Sohu Technology Annual Forum 2026, dass KI die Popularisierung der Grundlagenwissenschaften erheblich erleichtert – sie verkürzt die sonst mehrere Tage dauernde Zusammenstellung von Materialien auf nur einen Tag. Gute Wissenschaftskommunikation darf sich jedoch nicht allein auf Informationsweitergabe beschränken; sie muss die Zielgruppe dazu anleiten, selbst zu rechnen und zu forschen, anstatt „scheinbar richtige Metaphern“ statt einer klaren Erläuterung der zugrundeliegenden Prinzipien zu verwenden. Seiner Ansicht nach sollte die Wissenschaftskommunikation im Zeitalter der KI auf dem Kernmodell „solide mathematische Herleitungen + direkte Interaktion vor Ort“ basieren, damit die Zuhörer die zugrundeliegenden Konzepte tatsächlich verstehen.
Zhang Chaoyang berief sich dabei auf Forschungsergebnisse des MIT Media Lab: Eine übermäßige Abhängigkeit von KI führt zu einem Rückgang der Fähigkeit zum aktiven Denken. Menschen, die ohne jegliche Hilfsmittel eigenständig Texte verfassen, weisen eine etwa doppelt so hohe Gehirnaktivität auf wie Personen, die KI-Unterstützung nutzen. Er appellierte daran, im Zeitalter der KI das „Verhältnis des eigenständigen Denkens“ beizubehalten, um einer Passivität beim Informationsempfang vorzubeugen, welche die geistigen Funktionen abbaut. Aktives Entdecken und tiefgehendes Nachdenken seien die unersetzlichen Kernkompetenzen des Menschen.