Präsident Trump unterzeichnete am 2. Juni eine Exekutivverordnung mit dem Titel „Förderung fortgeschrittener Künstlicher Intelligenz, Innovation und Sicherheit“, die einen freiwilligen Rahmen für die behördliche Prüfung von KI-Spitzentechnologien vor deren öffentlicher Veröffentlichung schafft. Damit endeten wochenlange Debatten im Weißen Haus darüber, wie streng die Technologie reguliert werden soll. Die Anordnung wurde ohne die übliche Live-Übertragung oder öffentliche Zeremonie unterzeichnet. Ihr Kernmechanismus weist die NSA, die CISA und das Finanzministerium an, innerhalb von 60 Tagen ein klassifiziertes Benchmarking-System zu entwickeln, um zu bestimmen, welche Modelle als „abgedeckte Spitzenmodelle“ gelten. Anschließend soll ein Opt-in-Rahmen geschaffen werden, über den Entwickler diese Modelle bis zu 30 Tage vor der Veröffentlichung für andere freiwillig behördlichen Tests unterziehen können. Die Verordnung untersagt ausdrücklich die Schaffung einer „zwingenden staatlichen Lizenzierungs-, Vorabgenehmigungs- oder Genehmigungspflicht“ für neue KI-Modelle – eine Bestimmung, die hinzugefügt wurde, um die Industrie vor strengerer Überwachung zu beruhigen.
Der endgültige Text stellt eine deutliche Einschränkung früherer Entwürfe dar, die laut Politico einen obligatorischen 90-tägigen Prüfungszeitraum und eine formelle staatliche Bewertungsbefugnis vorgesehen hatten; beides wurde durch das freiwillige, kürzere Zeitfenster ersetzt. Parallel dazu gibt die Verordnung der CISA 30 Tage Zeit, um verbindende operative Direktiven zu erlassen, die die Cybersicherheit verschärfen und KI-gestützte Cybersicherheitstools für staatliche und lokale Behörden sowie Betreiber kritischer Infrastrukturen, darunter ländliche Krankenhäuser, Gemeindebanken und örtliche Versorgungsunternehmen, bereitstellen. Das Finanzministerium muss gleichzeitig eine freiwillige KI-Cybersicherheits-Clearingstelle einrichten, um die Koordinierung von Schwachstellenscans und Patch-Verteilung zu koordinieren. Der Generalstaatsanwalt wird angewiesen, die strafrechtliche Verfolgung von Personen zu priorisieren, die KI für unbefugten Computerzugriff nutzen. Der Council on Foreign Relations beschrieb die Anordnung als „eine Kehrtwende“ für eine Regierung, die zuvor jede KI-Überwachung abgelehnt hatte. Analysten von Lawfare und The Next Web merkten an, dass eine rein freiwillige Beteiligung möglicherweise nicht ausreicht, da Gegner Cyberangriffe mit Spitzenmodellen bereits automatisieren.
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